Warum Hochzeitsnägel unerlässlich für den perfekten Braut-Look sind

Gästeliste anfertigen, Location suchen, Hochzeitskleid finden, Einladungen verschicken, Farbkonzept überlegen – ein Leben als zukünftige Braut ist anstrengender als ich es mir je vorgestellt habe. Abgesehen davon, dass ich nie eine Braut sein wollte, die wegen Tischkärtchen schlaflose Nächte hat, stelle ich fest, dass Tischkärtchen erst der Anfang sind. Um in Zeiten turbulenter Hochzeitsvorbereitungen nicht den Überblick zu verlieren, habe ich mir eine unromantische Excel-Tabelle angelegt, alle To Do’s strukturiert und überlegt, was alles getan werden muss, um mich am Tag meiner Hochzeit wie Superwoman zu fühlen.  Auf dem Weg zur zufriedenen Braut gibt es nämlich ein paar Termine, die man besser vorzeitig wahrnimmt, um am großen Tag nicht als Drag Queen mit verpatzten Hochzeitsnägeln dazustehen, nur weil man sich keine Zeit genommen hat, rechtzeitig Probetermine für Frisur, Make-up und Maniküre zu vereinbaren.

Tee und Lack – zwei Lieben an einem Nachmittag

Mit einer kleinen Stoffprobe meines Hochzeitskleids in den Händen, mache ich mich deshalb Wochen vor dem großen Datum auf zur Parfümerie am Marktplatz in Grünwald bei München. Ausgestattet mit zwei Kabinen, sind die Mädels dort auf Bräute spezialisiert und begrüßen mich schon am Türeingang mit entspannendem Tee. Dies ist tatsächlich meine erste Maniküre. Bis jetzt hatte ich das Gefühl, auch von selbst immer gepflegte Hände und Nägel zu haben. Ich spreche mir sogar selbst ein gewisses Talent im Nägellackieren zu – zu diesem Zeitpunkt ist mir allerdings noch nicht ganz klar, dass zu einer guten Maniküre mehr gehört, als sich ein Mal pro Woche für eine neue Nagellackfarbe zu entscheiden.

French or not french?

Die Besonderheit von Hochzeits-Probeterminen ist, dass man sich am besten überall mit seinem kompletten Farbkonzept vorstellt. Die Frisur wird aufs Kleid abgestimmt, die Einladungen sollen zur Deko passen, die Nägel sollen elegant, aber nicht zu dezent sein … Beauty & Wellness Therapist Katharina hört geduldig meinen Gedankenexperimenten zu. Danach suchen wir gemeinsam einen Lack aus. In der Regel entscheiden sich die meisten Bräute für eine French Manicure. Für viele Frauen, die auch im Alltag keine Lack-Enthusiasten sind, kommt das ihrem normalen Look am nächsten, sieht aber zusätzlich sehr gepflegt aus. Vor allem gesteht der Hauch von Lack bei diesem Stil dem Ehering die Hauptrolle zu und lenkt den Blick nicht auf die Finger. Am liebsten hätte ich wie immer ein schönes Statement-Rot, aber das würde Kleid und Make-up die Show stehlen. Katharina greift daher gleich zu den Pastellfarben. Weiß, helles Rosa, Elfenbein, zartes Grau, Nude, Altrosa – das ist die Auswahl, die sie Bräuten empfiehlt, abgestimmt auf das individuelle Hochzeitskleid. Ich entscheide mich für Elfenbein. Das passt zum Tüll und Dip-Dye-Look meines Unterkleids, das aussieht, als hätte man es ab Kniehöhe in ein zartes Altrosa getaucht.

Baden, peelen, cremen, feilen, zupfen

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Dann finde ich mich auf einer bequemen Liege wieder, die Hände tief in lauwarmes Wasser getaucht. Kurz darauf genieße ich schon eine Handmassage inklusive Peeling. Jeder einzelne Finger bekommt so viel Aufmerksamkeit, so lange wie sonst meine ganze Maniküre dauert. Während eine reichhaltige Handcreme einzieht, feilt Katharina meine Finger mit einer Glasfeile. Im Gegensatz zu anderen Feilen, ist der Vorteil von Glas, dass der Nagel extrem fein abgetragen werden kann, ohne dass er zu splittern beginnt. Danach pinselt Katharina auf meine Nagelhaut ein transparentes Gel, das die Nagelhaut weicher macht, damit sie leichter zurückgeschoben werden kann. Etwas befremdlich für mich ist es schon, als sie meine Nagelhaut mit einer kleinen Schere abzupft und wiederholt mit einer Feile ansetzt, aber das Ergebnis spricht für sich. Ich bin mir erst nicht sicher, ob es eine optische Täuschung ist, aber meine Nägel wirken größer, glänzen und sind sehr symmetrisch – und das, obwohl sie noch nicht lackiert sind. Und das Tollste steht mir sogar noch bevor!

Wachs auf meiner Haut

Mein neuer Wunsch: ein eigenes Paraffin-Bad. So sehe ich mich meine Abende verbringen, sobald meine Hände in das warme Wachs getaucht werden. Als Vorbereitung für diese kleine Wellness-Behandlung werden meine Hände noch einmal mit einer reichhaltigen Creme gepflegt, dann ab ins Tauchbad. Das wie eine Baby-Badewanne aussehende Gerät ist gefüllt mit rotem Paraffinwachs. Finger spreizen, eintauchen, auftauchen – und für Runde 2 vorbereiten. Es ist herrlich! Es ist der Moment, wo ich und das kleine Paraffinbecken Freunde fürs Leben werden. Noch besser: Nachdem mir Katharina Plastikhandschuhe angezogen hat, steckt sie meine Hände in flauschige Handschuhe aus Frottee. Jetzt heißt es entspannen. Durch das Wärme-Vakuum kann die Handcreme viel besser in die Haut einziehen. Das Ergebnis: Mehrere Tage benötigen meine Hände keine Handcreme!

Nail Art mit Stil

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Dann werde ich mit etwas konfrontiert, das ich seit Jahren konsequent ignoriere: das Auftragen von Base Coat. Vielleicht habe ich einfach Glück, dass sich meine Nägel auch bei den wildesten Farben nicht verfärben. Den pflegenden Effekt von Unterlack sollte man aber auf keinen Fall außer Acht lassen, denn viele Unterlacke enthalten Mineralien oder nagelhärtende Substanzen. Auf die trockene Basis trägt Katharina die erste Schicht des Nagellacks auf. Bei hellen Lacken ist dies eine langwierige Angelegenheit, weil die Deckkraft nur durch mehrere Schichten erzielt werden kann. Zwischen jedem einzelnen Auftragen liegen lange Momente der Geduld. Wie immer auf der Zielgeraden muss man noch einmal die Zähne zusammenbeißen – und dann ist es plötzlich auch schon vorbei. Ich schaue auf meine Hände, bin begeistert und erstaunt zugleich. Meine Nägel sehen phantastisch aus, keine Übertreibung. Weil man die subtile Kunst der Maniküre auf den ersten Blick erkennt. Weil nichts nach „zu viel“, sondern alles nach Luxus und Understatement aussieht. Nach Chic und Romantik, nach all dem, wie meiner Meinung nach eine Braut aussehen sollte. Nach etwas, was ich selbst alleine nicht hinbekommen hätte.

Ja zur professionellen Maniküre

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Liebe zukünftige Bräute, bei der Hochzeit dreht sich alles um das Ja-Wort zur rechten Zeit. Und die Kunst ist, in der Vorbereitungsphase zu den richtigen Dingen ja zu sagen. Ob ihr auf Stuhlhussen (dieses Wort müsste verboten werden!) verzichtet und stattdessen mehr Wert auf eine üppige Blumendeko legt, lieber eine Candybar als eine Photobooth möchtet – vergesst neben den vielen Entscheidungen nicht an euch selbst zu denken. Ich verspreche euch, dass die Planung erst am Tag der Hochzeit abgeschlossen ist. Und zwischen Tischkärtchen beschriften und Schleifchen um Servietten binden, werdet ihr keine Muße haben, euch ausgiebig Zeit für eure Hochzeitsnägel zu nehmen. Gerade wenn ihr sonst top lackierte Fingernägel habt, ärgert ihr euch umso mehr, wenn ihr an eurer eigenen Heirat die am dilettantischsten lackierten Nägel der gesamten Hochzeitsgesellschaft habt. Long story short: Wenn ihr Wert auf lackierte Nägel legt, entscheidet euch für eine Maniküre. Nutzt den Termin vor allem, um euch allein einen Moment der Ruhe zu gönnen und Tischkärtchen Tischkärtchen sein zu lassen.

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Parfümerie am Marktplatz

Neben exklusiven, luxuriösen Marken bietet die Parfümerie am Marktplatz in Grünwald besondere Beauty-Behandlungen an. Unter anderem ein Braut-Special, sozusagen das Rundum-Sorglos-Package, mit typgerechter Beratung, Hochzeits-Make-up inkl. Gesichtsmaske, Ampulle & Primer.

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