Lena mit der neuen Frisur
 

Kurz über lang: Der Shag neu interpretiert

 

Lena vorher: Lange braune Haare, schwarze Bluse.

Vorher

Sommer-Flirt

Im Sommer liebe ich mein langes Haar. Lufttrocknen beim Fahrradfahren und danach die besten Beach Waves aller Zeiten zu haben, ist in der heißen Jahreszeit jeden Morgen meine Frisier-Routine. Und wenn sie nicht sitzen? Zum stylishen „Blogger-Dutt“ nach oben drehen oder ganz klassisch auf den Pferdeschwanz zurückgreifen. Fertig. Unkompliziert. Auch wenn langen Haaren letzteres nicht immer nachgesagt wird, machen sie mir nicht viel Ärger. Im Sommer …

Herbstliche Beständigkeit

Wenn dann aber der Herbst anbricht und ich wieder zum ungeliebten Fön greifen muss, die Haare von Wasser, Sonne und Hitze strohig und angegriffen sind, ist Schluss mit lustig. Mindestens einmal im Jahr muss meine Mähne dran glauben. Dann wird nicht lang nachgedacht und der Strubbel muss ab! Da hilft keine Kur, keine Spülung, kein Öl – wenn ich beim Föhnen einen Tobsuchtsanfall bekomme, merke ich, die Zeit ist reif.

Die Qual der Wahl

Ohne Gedanken machen, ist dieses Mal nicht drin. Irgendwann muss auch ich mich mal um eine Frisur bemühen. Und somit beginnen die Überlegungen: Schulterlang? Long Bob? Hauptsache ab – Bubi-Schnitt? Long Bob kommt in die engere Auswahl – allerdings wäre mir etwas wilderes, voluminöseres lieber. Etwas, das gut einhergeht mit meinem nicht glatten, aber auch nicht 100% welligen Haar (und meiner Unlust, zu föhnen).

Nach intensiver Recherche stoße ich auf eine Frisur, die mich stark an die 80er Jahre erinnert: Der Shag! Find ich gut, gibt’s bestimmt auch in neu. Und tatsächlich gibt es eine moderne Version des Klassikers: Ein Fransenschnitt mit durchgestuftem Deckhaar – funktioniert mit kurzem oder langem Haar. Der Unterschied zum früheren Shag ist, dass die Stufen gesund und fransig, aber nicht so dünn und fedrig sind, wie bei seinem Vorgänger. Taylor Swift, Jennifer Lawrence und Alexa Chung schwören auf ihn. Tolle Frauen, das kann nur gut werden! Und das Beste: Es braucht keine komplizierten Fön-Techniken, um ein schönes Ergebnis zu bekommen. Die Frisur macht das von alleine.

Shag it off

Wochenlang nerve ich mein Umfeld mit meiner Friseur-Vorfreude. Während des Termins, bei Laura Heinrich von B&Q Hairdesign in München, habe ich dann trotz allen Tatendrangs ein wenig Respekt. Die Friseurin wäscht, schneidet, stuft, dünnt aus und föhnt. Nach und nach entsteht ein natürlicher Shag mit wildem Volumen – genau das, was ich mir vorgestellt habe. Anschließend zeigt mir Laura noch eine weitere Styling-Variante, indem sie meine Haare einmal durchs Glätteisen jagt. Dadurch wirkt die Frisur cleaner und edler. Auch am nächsten Tag nach eigenhändigem Styling, ebbt die Freude nicht ab: Kurzes Föhnen, ein wenig Haarspray und los. Hollywood ich komme! Noch mehr Volumen bekommt der Shag, wenn vor dem Föhnen Schaumfestiger in die Haare gegeben wird. Um einen zerzausten Out-of-bed-Look zu kreieren, kann in die Spitzen ein wenig Wachs oder Gel gegeben werden.

Nachher: Lenas neue Frisur, Seitenansicht, Rückansicht, Vorderansicht.

Nachher

Ein bisschen erwachsener, aber auch frisch und lässig höre ich von Kolleginnen und Freunden. Mit den Haaren fällt eine kleine Last von mir. Aber auf den nächsten Sommer freue ich mich trotzdem schon!

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