Der 5-Punkte-Plan für perfekte Sommerbeine

Kennen Sie sie? Diese Mädchen mit schlanken, gebräunten, seidigen Beinen – die in Hotpants und Minirock bereits am ersten warmen Tag des Jahres einen Waffenschein brauchen? Da stellt sich dem ein oder anderen die Frage: Wie machen die das? Die gute Nachricht ist, es ist nicht unmöglich. Wer diese fünf Tipps beachtet, Kontinuität und ein bisschen Geduld an den Tag legt, darf schon bald alle 7/8-Hosen und bodenlangen Röcke aus dem Kleiderschrank verbannen. Dann heißt es nur noch: show ‚em what you got!

1. Sport – schwitzen für das größere Wohl

Wer sich nach langer Winterabstinenz zum ersten Mal wieder in sein Sport-Outfit wirft und voller Elan zehn Kilometer im nächsten Park laufen gehen möchte, merkt schnell: Im Kopf klang das irgendwie besser. Ich kann Sie beruhigen, so geht es den meisten Menschen. Die Hauptsache ist, sie haben Ihren inneren Schweinehund im Keller eingesperrt und den ersten Schritt zu perfekten Sommerbeinen gemacht – im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn Sie dann im Laufe der nächsten Tage einen unerträglichen Muskelkater bekommen, ist das Himmel und Hölle zugleich: Ja, es tut weh. Treppenlaufen ist eine Qual, Fahrradfahren auch. Aber jetzt wissen Sie, es geht voran. Und das ist auch der Moment, in dem Sie entscheiden, dass Sie dieses gute Gefühl nicht mehr missen möchten.

Regelmäßiges Joggen hat zwei essentielle Auswirkungen auf den Körper: Der Stoffwechsel wird angeregt und die Beinmuskulatur gekräftigt. Beides sorgt auf Dauer für eine optisch schlanke und straffe Bein-Silhouette. Kleine Kraftwerke – sogenannte Mitochondrien – in den Muskeln kurbeln die Fettverbrennung an. Viel hilft hier viel: Umso mehr Mitochondrien im Körper vorhanden sind, umso mehr Fett wird verbrannt, auch im Ruhezustand. Wer oft Joggen geht, bildet viele dieser kleinen Verbrennungsöfen. Also nichts wie ran an den Speck!

2. Peeling & Creme – weil Pflege die halbe Miete ist

Die Beinmuskulatur ist ab sofort ein Selbstläufer (no pun intended), kommen wir daher zum angenehmen Teil auf dem Weg zu Traumbeinen – der Pflege! Diese fängt schon unter der Dusche an. Auch an unseren Beinen wollen die Hautporen verfeinert werden: Eisduschen (Warmduscher trauen sich zumindest an kaltes Wasser) sind das Nonplusultra. Leichter zu ertragen ist es, wenn man an den Füßen beginnt und sich dann langsam bis zur Hüfte nach oben arbeitet. So wird die Durchblutung in Richtung des Herzes angeregt und die Haut zieht sich zusammen. Straffes Hautbild, hallo!

Doch wie wird man Hautunregelmäßigkeiten und -schüppchen los? Peel it! Körperpeelings, auch Body Scrubs genannt, gibt es viele. Sie alle funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip: kleine Peeling-Partikel (entweder aus natürlichen Substanzen wie Rinde oder aus hautfreundlichen Plastikkügelchen) entfernen, einem feinen Schmirgelpapier gleich, tote Hautschüppchen und Verschmutzungen und verfeinern das Hautbild fühlbar.

Nach der Pflicht, folgt die Kür – das Eincremen. Ob nach einem Vollbad, der kurzen Dusche oder der flüchtigen Katzenwäsche: Bodylotion oder Körperöl, in kreisenden Bewegungen einmassiert, sind das perfekte Finish. Wer den Massageeffekt verstärken möchte, massiert die Beine vor dem Eincremen mit einer Körperbürste mit Naturborsten oder einem Massagehandschuh.

3. Enthaarung – alle Wege führen zum Ziel

Rasieren, Epilieren oder Waxen – obwohl der Trend bei einigen Hollywood Stars schon wieder in Richtung Wildwuchs geht, plädieren die meisten Deutschen nach wie vor für Kahlschlag. Sowohl im Intimbereich als auch an den Beinen und unter den Achseln. Welche Enthaarungsmethode man auch bevorzugt: schöne Beine sollten vom Knöchel bis zum Po seidig glatt sein. Folgendes will beachtet werden:

Rasieren:

Die wohl gängigste Art der Enthaarung ist das Rasieren. Vermutlich auch, weil sie am schnellsten geht und man außer einem Rasierer nichts weiter benötigt. Unter der Dusche einmal kurz über die Beine gleiten oder zwischen Zähneputzen und Haareföhnen nachsehen, ob noch alles glatt ist.  Um die Haut an den Beinen, besonders die zarte an den Oberschenkeln, nicht zu irritieren, greift man auf Rasierschaum oder -gel zurück. Hier gilt: Nach der Rasur eincremen! Der Nachteil beim Rasieren ist, dass man spätestens alle zwei Tage wieder ran muss, um immer glatte Beine zu haben.

Epilieren:

Wer nicht schmerzempfindlich ist und nach einer Methode sucht, welche die Beine länger von lästigen Härchen befreit, greift am besten zum Epiliergerät. Mithilfe vieler kleiner Pinzetten werden hierbei die Haare samt Wurzel aus der Haut gerissen. Das hört sich schlimm an, aber man gewöhnt sich daran – Ehrenwort! Wer sehr empfindliche Haut hat, muss zwar mit Rötungen nach der Anwendung  rechnen, diese sollten aber spätestens nach ein paar Stunden abklingen. Genial am Epilieren: Da die modernen Geräte auch kleinste Härchen entfernen, kann man auf einen Vier-Wochen-Rhythmus verzichten und wöchentlich nachwachsenden Haaren gleich den Garaus machen.

Waxen:

Ganz nach dem Leitsatz #gönndir funktioniert Waxing. Denn wer Glück hat, kann sich nach der Haarentfernung bis zu vier Wochen zurücklehnen. Die Beine werden mit Kalt- oder Warmwachsstreifen ruckartig – und leider auch ein wenig schmerzhaft – von lästigen Haaren befreit. Doch aufgepasst: Um die Prozedur nach vier Wochen wiederholen zu können, müssen die Haare nachgewachsen sein. Wer sich also für diese Methode entscheidet, muss sich im Klaren darüber sein, dass Zwischenrasieren ein No-Go ist. Doch anders als nach der Rasur, sind die Beinhaare nach dem Waxing ganz weich und fühlen sich eher nach Babyflaum an.

4. Selbstbräuner – fake it till you make it

Wer im Winter nicht regelmäßig im Solarium an seinem Teint arbeitet (was aus gesundheitlichen Gründen auch nicht empfehlenswert ist), kann sich für die ersten Tage mit Beinfreiheit mit Selbstbräuner aushelfen. Hierbei gibt es ein paar einfache Tricks zu beachten, damit sich das Ergebnis sehen lassen kann. Suchen Sie sich den richtigen Farbton aus! Nichts ist unnatürlicher als ein zu dunkler Teint. Besonders sehr hellhäutige Hauttypen sollten erst einmal an einer unauffälligen Stelle testen, ob sie zum richtigen Produkt gegriffen haben. Wer sich sicher ist, kann mit der Vorbereitung beginnen. Um sicherzustellen, dass das Ergebnis gleichmäßig wird, gehört die Haut gewissenhaft gepeelt. Jetzt sind alle toten Hautschüppchen entfernt und Hautunebenheiten geglättet.

Egal, ob man sich für Selbstbräunungscreme, -lotion, -milch oder -tücher entscheidet, Handschuhe zu tragen ist immer eine gute Idee, denn in den meisten Fällen färben die Produkte die Hände bereits nach wenigen Minuten ein. Und was auf den Beinen toll aussieht, wirkt an den Händen wie Ausschlag. Um Flecken an den Knien zu vermeiden, kann man sie vor dem Selbstbräuner mit Bodylotion eincremen – Creme als Basis hilft übrigens auch, wenn die Dosis der Bräune nur gering sein soll.

Etwa zwei haselnussgroße Mengen Selbstbräuner werden großflächig und gleichmäßig auf den gesamten Beinen verteilt. Für etwa drei bis vier Tage haben die Beine jetzt einen von der Sonne geküssten Teint. Packen Sie also schon mal den Minirock aus und präsentieren Ihre (fast) perfekten Sommerbeine.

5. Sonne – die richtige Dosis finden

Der letzte Schliff für die Traumbeine, die Sie sich immer gewünscht haben, ist: Sonne! Gebräunte Beine sehen nicht nur schlanker aus, sondern wirken auch vitaler. Ein weiterer Vorteil: Besenreiser, kleine Dellen und Narben werden durch einen schönen Tan optisch verdeckt. Doch richtig Bräunen will gelernt sein: Obwohl die Sonne unsere beste Freundin ist, muss man sie mit Vorsicht genießen. Das Verhältnis zu ihr ist ungefähr so wie das zu unseren Eltern: Man liebt sie, kann sie aber nur in kleinen Dosen ertragen.

Das erste Gebot des Sonnenbadens lautet: Cremen Sie sich ein! Wer hat nicht diesen einen Freund, der felsenfest behauptet, wegen dem bisschen Sonne sicherlich keine Sonnencreme zu brauchen? Sie wissen: Er wird derjenige mit dem fiesesten Sonnenbrand am Abend sein.

Doch sich einzucremen schützt leider nicht vor Sonnenbrand. Wichtig ist, den richtigen Sonnenschutz für den eigenen Hautton zu bestimmen. Wer sehr hell ist, verwendet Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, dunklere Typen dürfen zu einem niedrigeren Wert greifen. Allerdings gilt: Viel hilft viel! Lieber einmal zu viel cremen, als krebsrot und mit schmerzender Haut nach Hause kommen. Wichtig: Nachcremen verlängert die Schutzzeit vor der Sonne nicht, sondern hält nur die Wirksubstanzen der Creme aufrecht. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bleibt nicht allzu lange in der prallen Sonne, sondern legt sich irgendwann in den Schatten. Das hat auch den Vorteil, dass die Bräune nachhaltiger ist und länger bleibt. Nach dem Sonnenbad macht eine After Sun Lotion die Haut geschmeidig und konserviert die Bräune.

Halten Sie sich an diese Tipps und (er)leben Sie diesen Sommer ihre(n) Traum(beine)!

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