Burt’s Bees: Gutes von unseren summenden Freunden

Eine Autofahrt kann manchmal das ganze Leben verändern – so auch Roxanne Quimbys, als die 34-jährige Künstlerin 1984 Burt Shavitz beim nach Hause trampen im amerikanischen Bundesstaat Maine kennenlernt. Der Mann, dessen köstlicher Honig in der Gegend genauso bekannt ist wie sein langer Bart, ist Bienenzüchter. Sein flüssiges Gold bringt er mit einem Straßenverkauf aus seinem gelben Datsun Pickup an alle Honig-Fans im Norden des Staates. Dass sich aus dieser Bekanntschaft das große Kosmetik-Imperium Burt’s Bees entwickeln würde, ahnen beide zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Wie eine Bienenwachskerze zum Lip Balm wird

Burt Shavitz mit seinem Hund, sitzend auf der Veranda seines Holzhauses im Grünen

Idyllisch: der Burt´s Bees Gründer Burt Shavitz liebt die Natur

Aus dieser Mitfahrgelegenheit resultieren zunächst ein Liebes- und später auch ein Geschäftsverhältnis. Die alleinerziehende Mutter von Zwillingen lernt von Burt den Umgang mit Bienen, das Imkern und kümmert sich um eine hübschere Präsentation des schmackhaften Honigs. „Ich war total inspiriert davon wie Bienen zusammenarbeiten, wie gute kleine Kommunisten – mit Ausnahme der Bienenkönigin.”, sagt sie später. Bald mietet sie sich ein leerstehendes Klassenzimmer in einer verlassenen Schule und nutzt das übriggebliebene Wachs von Burt´s Honigbienen, um hübsche Bienenwachskerzen herzustellen. Diese verkauft sie auf einem Handwerksmarkt und verdient gleich am ersten Tag circa 200 $. Ein erfolgreicher Start für die Marke Burt’s Bees. Innerhalb eines Jahres kann Roxanne ihren Umsatz von 200 auf sagenhafte 20.000 $ steigern.

1989 stellt sich der erste größere Erfolg ein, als eine kleine Boutique in New York City auf Roxannes Kerzen aufmerksam wird und diese ab sofort im Big Apple vertreibt. Anfang der Neunziger Jahre ist es endlich so weit: Burt´s Bees bringt das erste kosmetische Pflegeprodukt auf den Markt, den beliebten Lip Balm! An ein altes Rezept aus dem 19. Jahrhundert angelehnt, ist er der Bestseller der Firma. Auch heute noch.

Nicht kleckern, klotzen!

Für Burt’s Bees gibt es kein Halten mehr. Die Firma wächst, zieht von Maine nach North Carolina und widmet sich fortan der Herstellung und dem Vertrieb von natürlichen Gesundheits-, Schönheits- und Körperpflegeprodukten. Nicht nur in den gesamten USA sind die Produkte erhältlich, sondern bald auch in Kanada, Großbritannien, Irland, Hong Kong und Taiwan. 1998 kommt die Lemon Butter Cuticle Cream auf den Markt, die bis heute 30 Preise im Bereich Beauty abräumt. Nach und nach wird Burt’s Bees Produktlinie erweitert, denn die Mission ist und bleibt: Naturprodukte für Jedermann! Allein im Jahr 2006 erweitert die Firma ihre Produktspanne um 30 Neuheiten. Von Hand- und Fußcreme über Duschgel, Shampoo, Gesichts- und Lippenpflegeprodukten bis Bodylotions – Burt’s Bees macht heute mit seiner großen Auswahl Naturkosmetik-Fans auf der ganzen Welt glücklich und gehört zu den erfolgreichsten Unternehmen in diesem Bereich.

Ein Haufen idealistischer Gutmenschen

Trotz des enormen Wachstums ist Burt’s Bees gerne Vorbild. Umwelt, Mitarbeiter, Kunden und Familien – alle sollen Teil des Ganzen sein und von der Firma profitieren. Ihre Philosophie ist bis zum heutigen Tag die gleiche: Alle Produkte sind natürlich und nachhaltig, von den Zutaten bis zur Verpackung. Dieses Gedankengut nennen die Firmengründer „The Greater Good“ und verfolgen kein geringeres Ziel, als die Welt damit ein Stückchen besser zu machen. Burt’s Bees lässt Worten Taten folgen und packt selbst mit an. Mithilfe der Mitarbeiter veranstaltet die Firma jährlich einen Kulturtag für die Umwelt, an dem sie Stadtgärten anlegt oder Bienenstöcke baut. Die Mitarbeiter haben keine Mülleimer an den Schreibtischen, um umweltfreundliche Prozesse im eigenen Unternehmen zu unterstützen.

Doch letztendlich steht und fällt nicht nur das Unternehmen Burt’s Bees mit einer gesunden Population an Honigbienen. Die fleißigen Helfer sind unter anderem wichtig für die Gesundheit des Menschen und der Natur, die Artenvielfalt und unsere Ernährung. Deshalb ist das amerikanische Unternehmen „Wild for Bees“ (Englisch für „Verrückt nach Bienen“) und unterstützt bis heute viele Projekte, um das Aussterben der bedrohten Bienenvölker weltweit zu verhindern.

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