Brautfrisur – warum eine gute Friseurin deine Hochzeit rettet

Was die Krone der Prinzessin, ist die Frisur der Braut. Nicht, dass ich unnötig Druck aufbauen möchte, aber mit deiner Hochzeitsfrisur steht und fällt dein Look. Die gute Nachricht vorweg: Selbst wenn du denkst, du hättest zu feines, lockiges, sprödes oder glattes Haar, am Tag deiner Hochzeit wirst du happy sein – wenn du dich an ein paar Regeln hältst! Im Gegensatz zu Maniküre oder Make-up, wo man eine ziemlich genaue Vorstellung davon hat, wie man als Braut aussehen möchte, kann die Wahl der richtigen Frisur einen völlig aus dem Konzept bringen. Eine einzige Suchanfrage bei Pinterest und schon überfluten dich Fotos lässiger Hippie-Dutts, kunstvoller Hochsteckfrisuren oder natürlicher Mähnen. Es scheint, als müsse man im Leben mehrmals heiraten, weil man sich niemals nur für eine Frisur entscheiden kann. Aber sobald das erste Pin-Fieber nachgelassen hat und du eine Vielzahl potentieller Frisuren zur Auswahl hast, solltest du dir folgende Frage stellen:

Welche Frisur passt zu meinem Kleid?

Reifrock und Rüschen, Bohème-Spitze, 50er-Jahre-Look, Meerjungfrauen-Schnitt – die Silhouette deines Kleides gibt den Stil deiner Frisur vor. Trägst du ein schulterfreies Kleid, kannst du die Haare offen tragen. Entscheidest du dich für grobe Baumwollspitze, sieht eine Flechtfrisur hübsch aus. Zu einem ausladenden Kleid im Sissi-Stil passen aufwendige Hochsteckkreationen, während zu zarten Feenkleidern eine legere Undone-Frisur wirkt. Und wer in einem kurzen Petticoat-Dress vor den Altar treten möchte, darf sich auch für einen Pferdeschwanz entscheiden! Seit Kurzem geht der Trend weg von steifen Turmfrisuren und hin zu lockeren, verspielten Looks. Wobei man sich von der Optik nicht täuschen lassen darf. Gerade Frisuren, die nach out of bed Look aussehen, sind Strähne für Strähne kunstvoll arrangiert und halten unter dem Deckhaar bombenfest. Was locker wirkt, ist streng frisiert – schließlich muss die Brautfrisur viele Stunden, hunderte Umarmungen und wildes Tanzen überstehen.

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Laura, seit Jahren die Hair Stylistin meines Vertrauens, segnet mit dem ersten Blick auf meine Pinterest-Sammlung meine Wunschfrisur ab. Sie kennt meine Haare, aber schon jetzt ist klar, warum ein Probetermin so sinnvoll ist. Jede Haarstruktur hat ihre Besonderheiten und Eigenheiten und nicht jedes Haar eignet sich gleichermaßen für alle Frisuren. Erst mit einem Griff ins Haar steht fest, ob große Locken oder Dutt am großen Tag drin sind. Viele Bräute entscheiden sich für eine Hochsteckfrisur, denn eine tolle Lockenpracht hält – abhängig von der Haarbeschaffenheit – nicht den ganzen Hochzeitstag. Klug ist, den Probetermin morgens auszumachen, um die Frisur den ganzen Tag testen zu können. Schon da wird sich zeigen, ob die Frisur so lange hält, wie gewünscht. Auch meinen Haarschmuck sieht sich Laura ganz genau an. Das filigrane Etwas aus Golddraht und kleinen Perlen wiegt zum Glück sehr wenig. Häufig unterschätzen Bräute das Gewicht, das sie mit Haarteilen oder Schmuck den ganzen Tag mit sich tragen. Nach einigen Stunden kann sich eine aufwendige Hochsteckfrisur anfühlen als trüge man eine volle Wasserkaraffe auf dem Kopf. Aus diesem Grund rät Laura bei vielen, schweren Haaren auch von asymmetrischen Kopfkunstwerken ab. Die einseitige Gewichtsverteilung kann den Nacken verspannen. Und was wir am Tag der Hochzeit als letztes brauchen, ist Kopfweh von der Brautfrisur zu bekommen.

So nutzt ihr den Probetermin effektiv

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Bei meinen geraden Haaren, so erklärt mir Laura, muss sie die Strähnen entweder erst auf Lockenwickler drehen oder toupieren. Meine Haarstruktur ist sehr glatt, an sich eine gute (und glänzende) Sache. Dies bedeutet aber auch, dass sich meine Haare schwer in eine andere Form bringen lassen. Während Bräute mit feinem Haar über mangelndes Volumen klagen mögen, sind ihre Haare für Experimente aller Art geeignet. Laura beginnt meinen Hinterkopf zu toupieren, um ihnen mehr Griff zu verleihen. Wenn man sich selbst an Flechtfrisuren probiert, ist auch Trockenshampoo ein dankbarer Helfer. Die Vorbereitung meiner Haare dauert länger als das sorgfältige Arrangieren der einzelnen Strähnen. Schneller als gedacht, wickelt Laura meine Haare zu einem lockeren Chignon auf der rechten Seite und beginnt den Haarschmuck zu befestigen. In meinem Fall bin ich schon mit der ersten Version glücklich, weiß aber von Freundinnen, dass sie den Probetermin genutzt haben, um verschiedene Varianten zu probieren. Manchmal stellt man eben fest, dass der Haarschmuck nicht passt, dass man sich die Frisur eleganter vorgestellt hat oder etwas Wilderes wünscht. Am besten wählt man sein Outfit so, dass es Ähnlichkeit mit dem Ausschnitt des Brautkleids hat. So erkennt man gleich, ob der strenge Dutt einen Schwanenhals macht oder der Chignon an der richtigen Stelle für ein hochgeschlossenes Kleid sitzt. Du solltest nicht gehen, bis du mit deiner Brautfrisur zufrieden bist und ihr gemeinsam alles Wichtige dokumentiert habt. Es lohnt sich, den exakten Sitz des Haarschmucks im Haar zu fotografieren!

5 Tipps für happy hair am Tag der Hochzeit

1. Kurz vor der Hochzeit noch zum Friseur? Keine gute Idee! Gerade beim Haarefärben oder bei neuen Strähnchen ist es sinnvoll, den Termin zwei Wochen vorher wahrzunehmen. Geht etwas schief, bleibt ausreichend Zeit, den Schaden rückgängig zu machen. Auch Spitzen sollten nicht frisch geschnitten sein. Den Haaren fehlt die Griffigkeit und Hochsteckfrisuren halten schlechter.

2. Blumen im Haar sind eine hübsche Sache – aber überstehen sie auch wirklich den ganzen Tag? Auf den Hochzeitsfotos möchten wir schließlich nicht mit welken Blättern im Haar abgelichtet werden. Besorg dir vorher von deinem Floristen eine Auswahl der Blumen, die du auch für Brautstrauß und Deko verwendest. Mit ihnen lässt sich testen, welche Blüten ohne Wasser am längsten frisch aussehen.

3. Sich am Morgen der Hochzeit die Haare waschen? Klar, das gehört zu einem gepflegten Auftritt dazu! Leider nein. Tu deinem Friseur den Gefallen und wasche deine Haare am Tag davor. Die glatte Haaroberfläche macht ein Frisieren der Haare sonst unnötig schwer.

4. Der Hochzeitsmorgen hat seinen eigenen Zauber. Egal, ob du dich dafür entscheidest, zum Stylisten zu fahren oder dich in deinem Zimmer schminken und frisieren zu lassen – denk daran, Kleidung zu wählen, die du dir danach nicht über den Kopf ziehen musst. Eine Bluse zum Knöpfen ist ideal, um dir nicht in wenigen Sekunden das aufwendige Make-up und Frisur zu zerstören.

5. Locker bleiben! Wenn sich ein paar Haarsträhnen lösen oder deine Locken im Laufe des Tages aushängen, musst du nicht verzweifeln. Diese Hochzeit ist die Party deines Lebens – wenn du nachts ins Bett steigst und so aussiehst wie am Morgen, hast du nicht richtig gefeiert! Und bei größeren Pannen helfen im Notfall immer Haarspray und Haarnadeln aus der Tasche deiner Trauzeugin.

 

Solltet ihr eure Brautfrisur selbst flechten, hochstecken, glätten … findet ihr hier ein paar wertvolle Helfer für euer Projekt.

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